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Fred Red

in Kultur/Magazin/People von

Das Jahr war für Fred Red geprägt von nationalen und internationalen Collabos, wobei deutsch-bayerische Tracks zu den internationalen zählen dürfen. Wäre ja langweilig, ein so aufregendes 2019 ohne großen Knall zu verlassen und so kommt es, dass die JUICE das Video zum neuen Track von Fred und Maura auf dem hauseigenen Youtube-Channel gepostet hat. Props an dieser Stelle. Gute zwei Jahre sind seit unserem letzten offiziellen Gespräch ins Land gezogen und anlässlich der stetigen Progression und Produktivität habe ich Dustin in seinem Studio aka. Schlafzimmer besucht, um den Mann per Licht und Linse zu porträtieren. Gönnt euch einen Tee, Kaffee, Bier, Absinth oder was zum Teufel auch immer und genießt den Sound.

Oliver Riedel

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Der diplomierte Künstler und Skateboardvirtuose Oliver Riedel war die vergangenen zwei Monate im Rahmen eines Artist in Residence Programms des Lands Salzburg in Berlin zugange. Für Außenstehende stellt sich beim Betrachten seiner Werke wohl als erstes die Frage: „Wie zur Hölle hat er das gemacht?“. Eine Frage, die den Kern Olivers Arbeit trifft. Koordination und Methodik sind die Faktoren, die ihn umtreiben. Vor dem „Was“ steht hier eindeutig das „Wie“. Neben den unten gezeigten Arbeiten lohnt es sich, Ollies Instagram-Channel einen Besuch abzustatten, denn der Junge kann nicht nur große Kunst, sondern auch technisches Skateboarding par excellence.
Oliver Riedel auf Instagram

Halil

in Magazin/People von

Als ich im August für meine Kolumne “Neuköllner Fenstergespräche“ im Schillerkiez unterwegs war, habe ich Halil getroffen. Er lehnte aus dem Fenster mit einer Zigarette und sagte, er rauche gar nicht, aber sein Vater liege ein Zimmer weiter im Sterben und irgendwie müsse er den Stress bewältigen, ohne von der Seite seines Vaters zu weichen. Er bat mich zu bleiben und mit ihm über den Kiez zu sprechen, eben genau das, was ich für meine Kolumne mache. “Lass uns reden, so komme ich wenigstens kurz auf andere Gedanken“ sagte Halil und erzählte mir von Problemen der Verdrängung, von der Würde des Menschen und davon, wie resigniert er ist, von all dem was er in den Deutschen und Türkischen Medien sieht. Das wichtigste aber sei, so Halil, “nie die Hoffnung zu verlieren und immer weiter kämpfen.“ Ich stand eine Stunde bei ihm und habe einfach zugehört, denn Halil hatte einiges zu sagen. Ich bin heute noch überwältigt von der Kraft dieses Menschen in einer so schweren Zeit.

„Tilly“-Serie von Malun

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Stippvisite bei Daniel Lange, aka. Malun in Kreuzberg, Berlin. Zu sehen ist der letzte Feinschliff seiner Serie „Tilly“, deren Prints Malun auf dem Taktraumfestival 2019, am 26. und 27. Juli in Ingolstadt verkaufen wird. Thema der Arbeit sind Festivitäten der Heimat und ein kleiner, gelber Freund.

Auscheckung seiner Social Media Accounts ist Pflicht. Auf Maluns Facebook-Page findet ihr sogar ein aktuell laufendes Gewinnspiel für einzelne Motive der Serie. Die Aktion läuft noch bis zum 26.07.2019.
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Malun auf Facebook

Utzi und die Eicheln

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Die Eichelgang war letztes Jahr mit Kameraprofisportler Nils Werner in Barcelona. Gemeinsam haben sie am heiligsten aller Orte durch eine Skateboardzeremonie den wahrhaftigen, unglaublichen UZZIMANE beschworen und ihn in ihr Team aufgenommen. Kommet, sehet die schnellen Füße des jungen bayrischen Helden, frohlocket zu den himmlischen Klängen des Propheten MF Doom und suhlt euch in der visuellen Glorie dieses Clips.

Rubyqink X Fred Red – Labor

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Fred Red, aka. Holzkrawatte, seines Zeichens Teil der Ingolstädter Crew Krawanesia, hat sich zusammen mit Rubyqink aus Amsterdam im Labor eingeschlossen und nachdem das Ergebnis für einige Zeit unter Verschluss gehalten wurde, ist es nun da. Vorsicht vor dem Hören: Mit Betätigung des Play-Buttons steigt die Zimmertemperatur um durchschnittlich 30° C. Wer also kein Problem damit hat, dass die Hütte brennt: GO FOR IT und supportet die Jungs. Dopeness garantiert.
Krawanesia auf Youtube
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VICE über die EU – Ein Kommentar

in Kultur/Magazin/People von

Gestern, am 15.05.2019 hat der deutsche Ableger der VICE einen Kommentar des Autors Juri Sternburg zur anstehenden Europawahl veröffentlicht. Im Meinungsbeitrag des Autors kommt die EU nicht sonderlich gut davon, was sich an Phrasen ablesen lässt, die da lauten, die EU sei eine „Festung der neokolonialen Ausbeutungs- und Verelendungspolitik“. Besonders echauffiert wird sich dabei über den aktuellen „Hype“ um die Wahlen zum EU Parlament. Den Artikel findet ihr HIER. Zunächst angetan von der Hoffnung, hier könnte ein fundierter Beitrag zum öffentlichen Diskurs geleistet werden, war ich letztendlich nur enttäuscht von der unreflektierten Haltung, sowie dem Fakt, keinerlei Fazit, bzw. Denkanstoß zu finden.

Der erste Punkt, der im VICE-Artikel zur Zielscheibe wird, ist die Art und Weise, wie heute Wahlkampf geführt wird. Die Aufzählung vermeintlicher Politikexperten, die sich nun für diverse EU Kampagnen ablichten lassen, ist durchaus amüsant. Juri ist abgefuckt, weil er auf einmal überall blaue Europa-Pullis sieht und betitelt das als „EU-Fetisch“, wobei er gezielt verbal auf Persönlichkeiten eindrischt, die nicht unbedingt als Aushängeschilder der Authentizität gelten. Das kann lustig sein, allerdings muss man auch nur 20 Sekunden lang googlen, um zu erkennen, warum jeder Pfosten im Moment als gut bezahlter Wahlhelfer akquiriert wird. Die Wahlbeteiligung von 2014 lag im EU Durchschnitt bei 42,6 Prozent. Wenn man sich nun das eher mittelmäßig gehütete Geheimnis vor Augen führt, dass Politiker als Maxime ihres Handelns eine Wahl, bzw. Wiederwahl anstreben, dürfte doch klar sein, warum Lifestyle-Influencer mit Europapullis deinen Instafeed zumüllen. Das ist auch okay so, denn wir sollten die Wahl angesichts aktueller nationaler Wahlergebnisse der EU-Mitgliedsstaaten verdammt ernst nehmen.

Die folgenden Passagen sind allesamt zu lesen, als ob ein vierzehnjähriger Teenager auf Amazon eine Bewertung zu einem Nasenhaarentferner hinterlassen würde. Das klingt dann ungefähr so: „Wozu brauche ich so eine sinnlose Scheiße?“ Mit ein paar Jahren mehr Erfahrung erkennt man dann, dass so ein Gerät wirklich kacke ist, aber in bestimmten Fällen sehr nützlich. Ähnlich verhält es sich mit der EU. Gegen neokolonialistische Politik zu kämpfen ist sinnvoll, aber nicht im Rahmen einer Europawahl. Das EU Parlament stellt den einzigen, direkt durch Wahlen legitimierten Apparat der EU dar. Es ist unser aller Instrument innerhalb der EU-Institutionen und fungiert im Gesetzgebungsverfahren der EU als Kontrollgremium der Bevölkerung gegen Willkür von Kommission und Rat. In einer Barschlägerei geht man doch auch auf den Typen los, der „du Hurensohn“ schreit und nicht auf den, der keine Arme hat und sagt: „Chillt mal alle.“

Der letzte wichtige Punkt betrifft Themen wie Verelendungspolitik und die Waffenexporte der EU, wie von Juri erwähnt. Hierzu sollte man verstehen, dass politische Bereiche, wie Außen- und Sicherheitspolitik, durch intergouvernementale Methoden gesteuert werden. Das bedeutet, dass die einzelnen Regierungen der Mitgliedsstaaten hierfür nur die Bühne der EU nutzen und eigene, souveräne Entscheidungen treffen, da die EU in fast keinem Bereich abseits der Wirtschaft über gesetzgeberische Kompetenzen verfügt. Ja, das ist richtig scheiße, denn was kann denn eine EU dann überhaupt machen? Prinzipiell nicht viel. Die EU besteht zum Großteil aus alten, weißen Säcken, die sich Technokraten schimpfen dürfen und dagegen müssen wir vorgehen. Wie sollen wir das machen? Indem wir verdammt nochmal alle wählen gehen und diesen kleinen, schützenswerten Teil der EU, das durch uns gewählte Parlament, stärken. Statt sich über irrelevante Vollidioten in blauen Pullis zu echauffieren, könnte man sich nämlich mit den wichtigen Themen beschäftigen. Wie schwächen wir die Kommission und stärken im Gegenzug das Parlament? Wie gelangen wir zu einer europäischen Sozialpolitik?

Liebe Leute: Öffnet die Fresse um was zu verändern, nicht um Schwachsinn zu erzählen – oder lasst es mich so formulieren: Seid wie Nas, nicht wie 6ix9ine.

432

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Nils Werners aktuellstes Werk „432 [vierzudreizwei]“, das vergangene Woche am Tag der Arbeit Premiere feiern durfte, ist ab jetzt und für alle Ewigkeit auf Youtube zu sehen. Berlin. Untergrund. Skateboarding. Nuff Said.

Gambia und das Tabu

in Kultur/Magazin/People von

Der Blick des Museumsmitarbeiters ist fest auf ein Tor zum offenen Meer gerichtet. Es ist nicht nur irgendein Durchgang, sondern das Gate of Men in Fort Bullen, Gambia. Das Fort wurde 1826 von den britischen Kolonialherren errichtet, um den Sklavenhandel über den Fluß Gambia zu beenden. Sklaven, die von gestoppten Schiffen kamen, erhielten beim passieren des Eingangs zum Fort ihre Menschlichkeit wieder. Den Guide von Fort Bullen erfüllt das heute noch mit Stolz. Dabei ist die Geschichte der Sklaverei in Gambia ein langes, dunkles Kapitel der winzigen Nation, inmitten des Senegal. Entlang des Flußes ziehen sich alte Festungen, in denen Westafrikaner zusammengerottet und nach Europa und in die USA versklavt wurden. Orte wie Juffure dienen heute als Mahnmale und Orte großer Geschichten, wie das Leben Kunta Kintes aus dem Roman „Roots“ von Alex Haley, um welches über die letzten 50 Jahre diverse Mythen gesponnen wurden. Weiterlesen

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