Frische Milch 1,50€ (3,8% Fett)

Monthly archive

Januar 2018

Check Out: Fusc

in Kultur/Magazin/People von

Letztes Jahr im September hatten wir das Glück die Schmuckdesignerin Rosa Hirn für ein Interview gewinnen zu können und freuen uns heute Fusc vorstellen zu dürfen. Das Schmuck- und Modelabel ist eine Kooperation zwischen Rosa Hirn und Damaris Moos und setzt einen klaren Fokus auf Upcycling verschiedenster Materialien von Fahrrädern.

Kennengelernt haben die Beiden sich während des Studiums an der Hochschule für Gestaltung in Pforzheim, wobei Rosa Schmuckdesign und Damaris Modedesign studiert haben. Fusc vereint nicht nur Beide als Personen, sondern auch die Mischung aus einem Bewusstsein für wiederverwertbare, bzw. aufwertbare Materialien und den Konsens auf gängige Modekonventionen zu scheissen und authentisch zu sein. Das Resultat ist Mode aus Fahrradreifen, Schläuchen, Speichen, Gabeln und was ein alter Drahtesel eben alles so her gibt.
Im Gegensatz zu anderen Upcycling Projekten möchte Fusc nicht öko sein oder eine politische Botschaft vermitteln. Nachhaltigkeit und die Schonung der Umwelt sind für die Designerinnen essentielle Faktoren, die von ihnen als rationales Mindset betrachtet werden statt als Agenda zur Weltverbesserung. Das Label steht für Ausdruck und will in die Clubs, will auffallen, deine Fantasien wecken und dich wild machen. Die meisten Teile sind verrucht und erinnern an SM, an Fetisch oder Porno. Dennoch möchten Damaris und Rosa kein Image etablieren, welches Fusc in eine Nische drängt. Vielmehr nutzen die Beiden verschiedene Events und Möglichkeiten sich zu präsentieren als Evaluierung, wo die Reise letztendlich hin führen soll. Wie die Fotoserie von Alex Schuktuew zeigt, ist nicht jedes Teil der Kollektion für den Alltag im Büro bestimmt und doch ist die Möglichkeit gegeben in Kombination mit Jeans und Sneakern einen individuellen Look in der Freizeit zu generieren. Unterm Strich ist die Botschaft: Trau dich.

Fusc Website
Fusc Webshop

Bei weiterem Interesse am Schaffen der Designerinnen solltet ihr morgen, Freitag den 26.01.2018 zur Veranstaltung Fourplay marschieren und euch selbst ein Bild machen. Im Rahmen eines freizügigen Abends könnt Ihr euch vor Ort in Fusc einkleiden und euch gehen lassen.

Fotos: Serie – Alex Schuktuew; Portrait – Bertrand Carrot
Haare/Make-Up: Maria Meßner
Model: Jule Rau

Lost and Found: 2013 Flex Session

in Magazin/Skateboarding von

Es war einmal vor langer, langer Zeit, da lebte ich im Reich käsedurchzogener Fleischigkeiten, im Himmel auf Erden, in Wien.

Die Footage ist von einer abendlichen Session am Flexcurb, irgendwann im Sommer 2013. Nach knapp 4,5 Jahren unter Verschluss darf das Zeug nun endlich das Licht der Welt erblicken. Obacht: Wo das herkommt ist noch mehr verborgen. Viel mehr.

Stuntscooters: Meiner Einer + Dave Melzer
Videoakrobat: Peter Roß
Chirurg für digitale Bildangelegenheiten: Moi

Set Design: The Evolution of Machine

in Kultur/Magazin/People von

Nehmen wir mal an, David Lichtenauers Eltern hätten ihm im Kindesalter mit auf den Weg gegeben er könne alles werden was er möchte, sobald er groß ist. Eine nicht allzu gewagte Vermutung im Angesicht der Tatsache, dass es Gang und Gäbe ist, die eigenen Schützlinge mit Freude auf die Zukunft blicken zu lassen. Besonders ist an David allerdings, dass er die erbauenden Worte von Anfang an wörtlich verstanden haben muss und sich entschlossen hat wirklich alles zu werden was er möchte, ohne sich selbst Grenzen zu setzen.
Produkt dieses Antriebs ist Davids Portfolio, das sich wie folgt beschreiben lässt: Eine illustre Sammlung von Projekten, welche, egal wie ambitioniert sie scheinen, stets gewissenhaft umgesetzt werden. Die Vielfalt jener Beschäftigungen reicht von Schreinerei und Zimmerei, über soziale Installationen (Rampenlicht @ Obey Zine, Keine Welle im Wedding @ LOVEME Co.), bis hin zur Arbeit als Regisseur und Drehbuchautor.

Eines der besagten Projekte beschäftigt David seit knapp einem Jahrzehnt. Ein bisher imaginärer Science Fiction Epos namens The Evolution of Machine. Es handelt sich dabei um „eine mystische Geschichte voll magischer Orte und dramatischer Konflikte am Rande des Universums. Es ist der Traum eines kleinen Jungen, der mich schon seit meiner Kindheit begleitet und dessen Wunsch nach einer Umsetzung mit mir groß geworden ist“, laut David selbst. Träumer ist er ohne Frage, aber es bei Fantasien zu belassen kann er nicht so einfach. Selbst wenn der Film in naher Zukunft nicht realisiert werden kann, so muss David doch zumindest einen Teil der Geschichte zum Leben erwecken. „Warum ich im Winter 2015, mit der unschätzbar großen Hilfe von Pierre Burel, Oliver Arndt und Nancy Eadington mit der Arbeit an genau diesem Set angefangen habe, kann ich nicht genau beantworten. Vielleicht aus Ungeduld. Vielleicht aus Ohnmacht, weil mir klar war, dass eine Realisation der Filme absolut utopisch schien und noch bis heute scheint. Unterbewusst vielleicht aber auch wegen dem symbolischen Charakter des Gebäudes im Film: Das Set zeigt die Empfangshalle der freien Akademie der Autodidakten, einem symbolischen Ort der Inspiration an dem junge Menschen dazu ermuntert werden, ihre kühnsten Gedanken auszuführen und Visionen zu entwickeln.“

Go to Top